Richtig Netzwerken?

Netzwerken ist seit vielen Jahren ein relevanter Vertriebskanal für viele Unternehmen. Ich selbst habe bereits viele Jahre bevor ich in die Selbständigkeit gestartet bin damit begonnen an verschiedensten Netzwerkveranstaltungen teilzunehmen. Es mangelt nicht an unzähligen Formaten, in den unterschiedlichsten Locations, mit einer unüberschaubaren Menge an Themen.

Nachdem ich einige Jahre auf so gut wie jede Veranstaltung gerannt bin, habe ich meine Aktivitäten und die dadurch erzielten Resultate ausgewertet und mich in Bezug auf die Teilnahmen fokussiert. Für mich war wichtig, dass ich mindestens eine der folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten konnte.

  • Habe ich für mein Geschäft spannende Kontakte generieren können?
  • Habe ich durch die Veranstaltung für mich relevante Informationen gewinnen können?
  • Hatte ich Spaß?

Nach diesem Schema betrachte ich alle Netzwerkaktivitäten und optimiere meine Teilnahmen. Des Weiteren bewerte ich über die eigentliche Teilnahme hinaus, wen ich in der zweiten oder dritten Instanz durch eine Veranstaltung kennengelernt habe. Im letzten Jahr waren ca. 50% unserer Aufträge das Resultat unserer Netzwerkaktivitäten.

Fazit

Mein persönliches Fazit ist somit, dass wir unmöglich auf diesen Vertriebskanal verzichten könnten. Auf der anderen Seite spreche ich immer häufiger mit Menschen, die den ganzen Netzwerkdschungel als mehr oder weniger nutzlos empfinden. Ich höre dann Aussagen wie, da sind doch immer die gleichen Leute, ich war da schon zweimal vor Ort und da hat sich nicht das geringste Geschäft ergeben, die tauschen doch nur Visitenkarten.

Hier kann ich mir schon vorstellen, warum die Netzwerkaktivitäten der entsprechenden Unternehmer nicht effektiv sind. Im Laufe der nächsten Wochen werde ich meine Erfahrungen mit verschiedenen Formaten posten um vielleicht den einen oder anderen Impuls zu geben. Ich würde mich freuen Ihre Erfahrungen zu den unterschiedlichen Veranstaltungen hier zu lesen.

Viel verwirrender sind für mich diejenigen die eine Lanze für das Netzwerken brechen und auf klassische Treffen schwören, die ein Hauch von Butterfahrt umweht. Alle zusammen in einen Raum, bitte kurz ein Elevatorpitch und schon können wir alle die Visitenkarten tauschen. Ich kenne die einen oder anderen Netzwerker, die einfach nur bestrebt sind, sich so schnell wie möglich mit so vielen Menschen wie es geht zu verbinden und diesen dann ihre Botschaft zu verkünden und darauf zu vertrauen, dass sie weitergegeben wird.

Wie erleben dass andere dort draußen? Welche Form des Netzwerkens ist die Richtige? Welche Formate sind wirklich zielführend? Ich bin gespannt und freue mich auf Erfahrungen zu diesem Thema.

Verschneite Grüße aus Garlstorf am Walde
Andreas Pieters

 

2017-01-31T10:03:23+00:0031. Januar 2017|

2 Comments

  1. Andreas Pieters 4. Februar 2017 at 10:58 - Reply

    Sehr zutreffend. Ich sehe das genauso. Die Zeit ist der entscheidende Faktor und zwingt uns zu selektieren. Das bedeutet wir müssen uns für die vermeintlich interessantesten Formate entscheiden und natürlich jederzeit mit offenen Augen in unserem bereits bestehenden Netzwerk agieren.
    Viele Grüße
    Andreas Pieters

  2. Robert 31. Januar 2017 at 16:15 - Reply

    Im Grunde genommen ist es egal, wo man netzwerkt, Hauptsache man tut es.

    Auch der Gemüsebauer hat vielleicht einen Schwipp-Schwager, der jemanden kennt, der gerade das braucht, was man selbst anbietet.
    Selbst wenn der direkte Nutzen nicht immer absehbar ist, hat es mir immer geholfen mit Menschen zu reden. Auch wenn sie einem nur die Meinung geigen.

    Leider schaffe ich es trotz dieser Erkenntnis viel zu selten unter Leuten. Bin halt doch ein Nerd 😀

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